Nachbarschaftshilfezentrum
Die eigene Wohnung gewinnt im Alter zunehmend an Bedeutung. Der Wunsch, in der gewohnten Häuslichkeit zu bleiben, nimmt mit steigender Hilfsbedürftigkeit zu.
Da es aber oft an einem geeigneten pflegefreundlichen Umfeld in der
direkten Nachbarschaft fehlt, kann schon ein geringer Hilfebedarf von
betagten Menschen zum Umzug in ein Betreutes Wohnen oder sogar zu einem
dauerhaften Heimaufenthalt führen. In der Regel befinden sich diese
Einrichtungen aber nicht in der gewohnten Nachbarschaft. Die Menschen
verlieren beim Fortziehen ihre sozialen Kontakte, die sie in der Regel
über Jahrzehnte aufgebaut haben. Damit es soweit gar nicht erst kommt,
hat die Woge-Werdohl an der Danziger Straße in Werdohl-Ütterlingsen und
an der Iserschmittstraße in Werdohl-Pungelscheid ein
Nachbarschaftshilfezentrum erstellt.
Hier finden Sie einige häufig gestellte Fragen zu
Nachbarschaftshilfezentren, exemplarisch beantwortet am Beispiel des
Nachbarschaftshilfezentrums "Kunterbunt" in Ütterlingsen.
Was ist ein Nachbarschaftshilfezentrum?
Warum kann durch ein Nachbarschaftshilfezentrum das Wegziehen von betagten Menschen aus ihrer gewohnten Umgebung verhindert werden?
Das Wohnhaus Danziger Straße 10 in Ütterlingsen ein Pflegestützpunkt der Woge-Werdohl in dem bis zu 12 schwerstpflegebedürftige Menschen leben können. Dieses neue Wohngemeinschaftshaus wird von einem Pflegeteam der Werdohler Stadtklinik betreut und bietet damit den Bewohnern der umliegenden Häuser rund um die Uhr Versorgungssicherheit. Ambulante Pflege, kleine Hilfen, Notrufe oder Mittagessen können aus dem Wohngemeinschaftshaus von nebenan bezogen werden. Nur bei Abruf solcher Leistungen fallen Kosten für die Bewohner in unseren Mietwohnungen an. Zusammen mit den individuell durchgeführten Wohnraumanpassungen können unsere Mieter auch mit einem höheren Grad an Hilfebedürftigkeit in ihren eigenen Wohnungen bleiben.
(Ansichten: Ergeschoss, 1. Obergeschoss, Dachgeschoss)
Erdgeschoss des geplanten Pflegestützpunktes mit Gemeinschaftsräumen und rollstuhlgerechter Wohnung.
Auch intensivere Pflege ist möglich
Was passiert, wenn eine Pflege in den eigenen vier Wänden nicht mehr möglich ist?
Der Pflegestützpunkt wurde in enger Absprache mit der Stadtklinik
auf die Bedürfnisse kranker und pflegebedürftiger Menschen (bis
Pflegestufe 3) baulich angepasst. Die dortigen Räumlichkeiten sind für
Wohngemeinschaften von zwei Personen ausgerichtet, dadurch wird die
Sache auch für Ehepaare interessant. Alle Wohnungen sind komplett
barrierefrei umgebaut worden. Unter anderem verfügen die Badezimmer über
bodengleiche Duschen, erhöhte Toiletten und individuell angepasste
Spiegel. Das Erdgeschoss erreichen Rollstuhlfahrer ohne jegliche
Hindernisse über eine Rampe, und der Aufgang zu den Obergeschossen ist
mit einem Treppenlift ausgestattet. Im ganzen Haus kann ein Notrufsystem
genutzt werden.
Zudem bietet das Haus eine große Küche mit Esszimmer, in der auch
Pflegebedürftige noch die Vorteile der Gemeinschaft nutzen können.
Dadurch bietet das Haus mindestens zwölf pflegebedürftigen Menschen, die
eine umfassende rundum 24-Stunden-Versorgung benötigen, eine echte
Alternative zur klassischen Heimunterbringung. Die Menschen müssen zwar
aus ihren Wohnungen ausziehen, aber nicht die vertraute Nachbarschaft
verlassen. Dadurch verliert der Umzug für die Pflegebedürftigen viel an
Schrecken.
Siedlungen gegen die Vereinsamung
Gerade in Zeiten, wo jeder sich selber oft der Nächste ist, möchten wir diesem Trend aktiv entgegensteuern.
Die Wohnungsgesellschaft Werdohl fördert in Ütterlingsen den
sozialen nachbarschaftlichen Zusammenhalt zwischen den Mietern durch
einen Nachbarschaftstreffpunkt. Wir bauen direkt an den Pflegestützpunkt
angegliedert einen großen Gemeinschaftraum für vielseitige Aktivitäten
unserer Mieter.
Dort finden Nachbarschaftskaffees, Mieterfeste, Informations- und
Beratungsangebote und mehr statt. Was genau angeboten und auch
durchgeführt wird, hängt natürlich ausschließlich von den Interessen und
Bedürfnissen der Menschen in unserem Siedlungsgebiet vor Ort ab.
Nachbarschaftsfest im Oktober 2007:
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1. Erdbeerfest im Juni 2008:
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Pungelscheider Stadtteilfest im Juni 2010:
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