Rekordjahresergebnisse 2022 bei der Woge-Werdohl und der Abrechnungsservice Lennetal

Im Jahr 2022 erwirtschaftete die Woge-Werdohl einen Jahresüberschuss von 1.374.125,78 €, an dem die Tochtergesellschaft Abrechnungsservice Lennetal GmbH einen Gewinnanteil von 23.366,67 € beitrug. Für das Geschäftsjahr 2023 wird von einem Jahresüberschuss von 785.000,00 € ausgegangen.

Ein wichtiger Aspekt zum langfristigen Erhalt unseres wirtschaftlichen Erfolgs ist die Einschätzung, ob sich durch die demografischen Veränderungen der ländliche Raum langfristig unaufhaltsam weiter entleeren wird. Historisch sind dabei verschiedene Trends zu beachten.

Mit der Industrialisierung begann eine große Wanderungsbewegung vom ländlich geprägten Raum in die Städte. Von diesen Auswirkungen hatte Werdohl klar profitiert und diese waren auch ursächlich für die Gründung unserer Gesellschaft mit verantwortlich.

Der danach folgende Wandel zum  Dienstleistungssektor, der von der direkten Interaktion der Menschen lebte, setzte die Urbanisierung der Bevölkerung weiter fort. Allerdings mit der Veränderung, dass nur noch sogenannte Zentren der Wissensgesellschaft zu den Gewinnern gehörten. Werdohl profitierte nicht von diesem Trend und verlor laut IT NRW vom Jahr 1991 bis 2021 4.470 Einwohner.

Aktuell kommt es zu einem Wandel zur digitalen Informationsgesellschaft. Das Vorhandensein von Bandbreiten, die sich in schnellen Übertragungsgeschwindigkeiten im Internet (Mbits) darstellen, entscheidet auch in der Wohnungswirtschaft immer mehr darüber, ob in Zukunft eine Wohnung noch vermietbar ist und auch bleibt. Daher stattete die Gesellschaft 1.382 Ihrer Mietwohnungen mit einem rückkopplungskanalfähigen Koaxialkabel und vier Glasfaserkabeln aus. Mit der Gründung der Tochtergesellschaft Abrechnungsservice Lennetal GmbH im Jahr 2020 und mit dem damit verbundenen Ausbau unserer Liegenschaften mit fernablesbaren neuen Verbrauchsgeräten (Heizkostenverteiler, Wasseruhren und Rauchwarnmelder) sowie die erstmalige Eigenvornahme der Heizkostenabrechnung für das Jahr 2021 wurden weitere Schritte vorgenommen, um die digitale Hoheit an unseren Gebäuden zu sichern.

Ein weiteres wichtiges Handlungsfeld kommt verstärkt dem Klimaschutz zu. Am 12. Dezember 2015 wurde in Paris Geschichte geschrieben: Auf der internationalen Klimakonferenz wurde das Pariser Abkommen beschlossen. Nach vielen Jahren intensiver Verhandlungen haben sich damit sehr viele Staaten dazu verpflichtet, die Weltwirtschaft auf klimafreundliche Weise zu verändern.

Mit der Änderung des Klimaschutzgesetzes zum 31. August 2021 hat die Bundesregierung die Klimaschutzvorgaben verschärft und das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 verankert. Bereits bis 2030 sollen die Emissionen um 65 Prozent gegenüber 1990 sinken.

Daher wurde zum Januar die neue CO2-Abgabe eingeführt, an der sich die Vermieter ab dem Jahr 2023 gemäß der Einordnung nach Energieklassen anteilig prozentual beteiligen müssen und mit der durch ordnungsrechtliche Leitungsfunktion die Verbraucher und Industrie zum Energiesparen angeregt werden sollen.

Im operativen Kerngeschäft reagierte die Gesellschaft auf diese Herausforderungen mit der Errichtung von demografiefesten Quartieren, deren zentraler Dreh- und Angelpunkt unsere drei bestehenden Nachbarschaftshilfezentren sind. Zusätzlich nimmt fortgesetzt der klimafreundliche Umbau unserer Siedlungen eine wichtige Stellung ein. In den Jahren 2003 bis 2021 wurden für rund 20 Mio. € 116 Häuser der insgesamt 212 eigenen Bestandsbauten energetisch modernisiert. Weitere 20 Miethäuser sind ab dem Jahr 1990 errichtet worden und verfügen über einen energetischen Mindeststandard. Insgesamt entspricht das 136 energetisch ertüchtigte Häuser.

Im Jahr 2022 wurde in 8 Wohnhäusern mit insgesamt 54 Wohnungen in Werdohl, Pungelscheider Weg 70,72 / Reidemeisterweg 6,8 sowie Breslauer Straße 18,20,22,24 mit der kompletten energetischen Sanierung begonnen. Durch die Vornahme der Maßnahmen trägt unsere Gesellschaft zu einer CO2-Reduzierung bei, die uns der Klimaneutralität unserer Bestände stetig näher bringt. Um über ein aussagefähiges Monitoring der erreichten CO2- Einsparungsziele zu verfügen, werden seit dem Jahr 2019 die CO2-Emissionen für Erdgas pro Haus in Kilogramm je m²-Wohnfläche ermittelt. Insgesamt fielen folgende Mengen CO2 in Tonnen für den Gesamtbestand an: 2019 / 2.584 t, 2020 / 2.412 t, 2021 / 2.585 t und 2022 / 2.008 t.

Ergänzend liegt weiterhin ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit bei der umfassenden kaufmännischen und technischen Bewirtschaftung des eigenen Wohnungsbestandes. Eine organisatorische Umstrukturierung der personellen Kapazitäten auf die Fokussierung der Vornahme umfassender Wohnungsrenovierungen und Grundrissänderungen (Qualitätsoffensive) sollen zur Stärkung der Vermietungsquote dienen.

Der Bestand der unvermieteten Wohnungen lag zum Jahresende 2022 bei 3,3 % (Vorjahr 3,0 %). Die 48 Wohnungsleerstände zum 31.12.2022 unterteilen sich wie folgt:

- fluktuationsbedingt, <6 Monate = 32 Wohnungen

- sanierungsbedingt                    =   8 Wohnungen

- fluktuationsbedingt, >6 Monate  =   8 Wohnungen

Bilanziell konnte im Geschäftsjahr 2022 ein Jahresergebnis in Höhe von T€ 1.374 erzielt werden.

Zurück