NHZ feiert 10-jähriges Jubiläum – MdB Christel Voßbeck-Kayser gratulierte

v.l. Ingo Wöste, Frank Jardzejewski, Kerstin Liebeskind, Christel Voßbeck-Kayser, Udo Franke und Detlef Seidel

Der Geschäftsführer, Ingo Wöste, bedankte sich für diese schöne Geste und erinnerte im weiteren Gespräch an die Anfänge und den Werdegang des erfolgreichen Projektes von dem Frau Voßbeck-Kayser, aufgrund ihres beruflichen Werdeganges beim Märkischen Kreis im Fachgebiet Gesundheit und Verbraucherschutz, schon vor 10 Jahren sehr angetan und begeistert war.

Das Haus, Danziger Straße 10, ist ein Mehrfamilienhaus der Woge-Werdohl und 2007 im Rahmen eines Sanierungskonzeptes für das Quartier Ütterlingsen zu einem so genannten Nachbarschaftshilfezentrum umgebaut worden.

Die in dem Haus vorhandenen Wohnungen (ca. 50 m²) sind bestehen geblieben und werden, wie in einer kleinen Wohngemeinschaft, je von zwei älteren bzw. pflegebedürftigen Menschen bewohnt. Jede Person hat dort ein privates Reich in Form eines eigenen Zimmers in der Größe von 15 bis 20 m² und einen gemeinschaftlich genutzten Bereich, der eine kleine Küche, einen Flur und den Badbereich umfasst.

Zudem existiert im Erdgeschoss ein großer Gemeinschaftsbereich, der eine große, voll eingerichtete Küche, einen Wintergarten, einen weiteren kleinen Gemeinschaftsraum, einen Flurbereich und eine behindertengerechte und barrierefreie Toilette umfasst.

Vor und hinter dem Haus gibt es jeweils große Terrassenbereiche und einen Kräutergarten. Das Haus ist barrierefrei zugänglich – im Haus sorgt ein Treppenlift für die Beförderung in die oberen zwei Stockwerke.

Die Miete für die Wohnbereiche und Teile der Gemeinschaftsräume werden von den Mietern an die Woge-Werdohl gezahlt – die Bewohner sind also alle Mieter der ortsansässigen Wohnungsgesellschaft und zahlen den niedrigen, ortsüblichen Mietpreis.

Durch die 24 Stunden Anwesenheit des ambulanten Dienstes Liebeskind aus Plettenberg im Wohngemeinschaftshaus wird für die gesamte Siedlung ein Pflegestützpunkt in der direkten Nachbarschaft angeboten. Kosten für die Bewohner im Umfeld des Hilfezentrums fallen erst bei Inanspruchnahme von Leistungen an.

Die Gemeinschaftsräume stehen allen Bewohnern des Quartiers offen. Laufend wird dort zu Nachbarschaftskaffees, Mieterfesten, Sprachunterricht, Beratungsangeboten und weiteren Veranstaltungen eingeladen. An der Aktivierung der gemeinnützigen und ehrenamtlichen Tätigkeit in der Siedlung und an der Stärkung und Erweiterung des Veranstaltungsangebotes arbeitet seit Dezember 2007 eine Stadtteilmanagerin.

Zum Abschluss des Besuches von Frau Voßbeck-Kayser entstand eine lebhafte Fachdiskussion mit dem Geschäftsführer der Woge, dem Leitungsteam des Pflegedienstes Liebeskind, Frau Kerstin Liebeskind und Herrn Elmar Schmidt, sowie Mitgliedern der Werdohler CDU-Ortsunion. Frau Voßbeck-Kayser konnte die Diskussion mit großen Detailwissen, eigenen Vorstellungen und Beiträgen bereichern. Im Besonderen wurden das Wohn- und Teilhabegesetz und das Sozialgesetzbuch angesprochen. Es war Frau Voßbeck-Kayser im Speziellen sehr wichtig zu betonen, dass die Bedürfnisse der betagten und hochbetagten Personen ernst genommen und berücksichtig werden. Frau Voßbeck-Kayser: “Die Menschen möchten möglichst lange ein selbstbestimmtes Wohnen in den eigenen vier Wänden genießen und das wird von der Politik mit dem Vorrang „ambulant vor stationär“ auch Rechnung getragen. Diese Wohnform sorgt dafür, dass dieses auch gelingen kann.“ Die Bundestagsabgeordnete der CDU versprach abschließend, die Weiterführung des positiven Projektes mit Vorbildcharakter weiterhin zu verfolgen und zu fördern.

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